Eine Ode an uns Mamas

18. Oktober 2015 Familie, Mama 0

 

Wir haben Augenringe, unabgedeckte Pickel und Haaransätze bis in die Spitzen.
Wir haben schlaffe Haut, Orangenhaut oder blasse Haut, Dehnungsstreifen und andere Narben.
Wir haben tapsige Fensterscheiben und Staubschichten auf den Regalen, in dessen Nähe man besser keinen Husten bekommt.
 
Wir haben unabgewaschenes Geschirr in der Küche und Krümel unter dem Esstisch, Brotreste in der Handtasche und Ausgespucktes auf unserer Bluse.
Wir haben alle Hände voll zu tun, die Augen immer offen und zeitweise die Nase voll.
Wir haben Schlafmangel, Stilldemenz und Muskelkater, manchmal wunde Brustwarzen, Blasen an den Füßen oder abgekaute Ohren.
Wir haben viele Ängste und noch mehr Sorgen.
 
Wir haben mehr einzelne Socken als zusammengehörige und mehr Wäsche im Korb als in den Schränken.
Wir haben geschützte Ecken, gesicherte Steckdosen, versperrte Treppen und verschließbare Fenstergriffe.
Wir haben geraubte Nerven, verdrehte Augen, einen fusseligen Mund und gerissene Hutschnuren.
 
Und wir haben es gern.
Denn wir haben das Beste: Unsere Kinder.
Und für sie nehmen wir all das in Kauf.
All das und noch viel mehr.

 


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