Mehr Mut zum Ich

07. November 2015 Gedanken 1
Wie oft werden wir tagtäglich mehr oder weniger bewusst in irgendwelche Schubladen gesteckt?

 

Zu wie vielen „Gruppen“ gehören wir?

 

Vegetarier, junge Mütter, Arbeitslose, Tierliebhaber, Christen, Frauen mit Kurzhaarschnitt, Beamte, Autofahrer, Dunkelhäutige, Übergewichtige, Schwule, Briefmarkensammler, Blondinen, Raucher usw…

 

Wie oft werden wir mit unglaublich vielen anderen Menschen über einen Kamm geschert?
DIE Flüchtlinge! DIE Veganer! DIE BMW-Fahrer!
Gibt es das wirklich? Gibt es wirklich DIE Gruppe? Oder gibt es nicht viel eher einzelne Menschen, die etwas verbindet, die aber dennoch völlig unterschiedlich sind?

 

Täglich werden wir mit Vorurteilen konfrontiert, ärgern uns über DIE, regen uns auf und machen uns Sorgen. und vergessen dabei so oft, was wirklich zählt:
Das WIR.

 

Wir sind alle Menschen, egal ob wir zu Fuß gehen oder Auto fahren. Egal, ob wir Fleisch essen oder darauf verzichten. Egal, ob wir von zu Hause aus arbeiten oder im Büro, ob wir jung oder alt sind, Kinder haben oder keine, dunkle oder helle Haut haben…
Ganz sicher habt ihr all das schon ziemlich oft gehört und gelesen.

 

Aber wie oft denkt ihr tatsächlich darüber nach? Wie oft sucht ihr wirklich nach Gemeinsamkeiten anstatt nach Unterschieden?
Gemeinsamkeiten sind genau so wichtig wie Unterschiede. Und Unterschiede sind natürlich nicht immer negativ.
Ich finde es toll, von so vielen Menschen umgeben zu sein, die so verschieden sind.
Sie sind so verschieden, dass man sie niemals in eine Schublade stecken könnte.

 

Jeder von ihnen ist anders. Ich bin anders.
In meinem „Ich bin ich“-Video habe ich bereits einiges über mich erzählt.

 

Ich kann keine Autos reparieren, ich bin kein Genie, kein Topmodel und kein Superstar. Ich bin oft ungeduldig, gebe manchmal zu schnell auf und vergesse vieles.

 

Das alles aber macht mich aus, auch wenn es nicht immer positiv ist. Es macht mich zu dem Menschen der ich bin. Und genau DAS ist wichtig.

 

Sei nicht DER Ungeduldige, DIE Vergessliche oder DER Unpünktliche. Lass dich nicht in Schubladen stecken und steh zu dir. Du bist das Ergebnis aus all deinen Eigenschaften und Vorlieben. – das macht dich aus. Und nicht eine einzelne Tatsache, die dich gerade zum Teil einer Gruppe macht.
Dass das manchmal nicht einfach ist, das wissen wir wohl alle. Aber wenn wir uns alle ein bisschen Mühe geben, Respekt und Toleranz zeigen, Das Gruppen- und Schubladendenken etwas abschalten, dann wird es einfacher – für alle.
Und wenn jeder er selbst ist, dann können wir irgendwann wieder alle WIR sein.

 

Denkt öfter darüber nach, was euch ausmacht, nicht was euch zum Teil einer Gruppe macht.

 

Denkt öfter an das Positive in euch. 

 

Ich habe zwar kein Supertalent, aber ich bin kreativ.
Ich bin zwar oft langsam, aber ich genieße die Augenblicke in vollen Zügen.
Ich habe zwar keine Top-Figur, aber ich bin gesund.
Ich kann keine Häuser bauen, aber ich kann mit meinem Sohn Drachen basteln und sie fliegen lassen.
Ich bin selten pünktlich, aber ich habe Spaß.
 
In diesem Sinne wünsche ich euch alles Liebe!
Seid nicht so, wie andere es von euch erwarten.
Sei du selbst, denn genau so bist du richtig.
 

1 Gedanke zu “Mehr Mut zum Ich”

  • 1
    Anonym am 8. November 2015 Antworten

    Hallo Anna, ein schöner Beitrag und ein schönes Video dazu. Überhaupt wollte ich endlich mal ein Lob los werden. Ich schaue jetzt schon eine ganze Weile Eure Videos und finde einfach, dass sie gut tun. Ich bin total durch Zufall über eins Eurer Videos gestolpert und habe eigtl druafgeklickt, weil ich in der Beschreibung was von Ostsee gelesen habe *gg*, denn in meinem Alltag gibt es eigtl relativ wenig Berührungspunkte mit dem Babythema. Aber ich bin echt dran hängen geblieben und schaue immernoch regelmäßig, weil Ihr einfach so wahnsinnig sympathisch rüber kommt. Es ist so unendlich entspannend Videos zu sehen, wo alles irgendwie so normal ist. Und das mein ich durch und durch als Kompliment. Es gibt bei Euch einfach nicht diesen so wahnsinnig auf die Spitze getriebenen Lifestyle, wo man sich nicht selten fragt, ob das noch etwas mit der Realtität zu tun hat. Und Ihr habt das "Natürlich" nun mehr ja auch zu Eurem Channel- und Blog-Motto erkoren. Aber unabhängig davon, habe ich mir wirklich schon zuvor gedacht, dass es dieses entspannte und vom Bauchgefühl getragene Lebensgefühl in Euren Videos so erholsam ist. Es gibt nicht dieses größer, schneller, besser, gesünder, ökologischer, veganer, politisch korrekter und dieser permanente Zwang ach so super korrekt zu sein. Sondern, Ihr macht Euch so ganz normal Gedanken darüber. So alltagstauglich und lebenstauglich; aber dennoch weit entfernt davon gedankenlos zu sein. Das ist fast schon befreiend Eure Videos zu verfolgen ;D Bewahrt Euch das bloß und lasst Euch da auch nicht reinreden von den Menschen, die meinen immer alles besser zu wissen und noch korrekter zu sein. Wie Du es eben im aktuellen Video schon thematisierst…

    Viele Sonnstags-Grüße (auch aus Thüringen) ^^
    Levi

    P.S: Nur als nett gemeinter Hinweis, bei mir geht der Home-Button auf Deinem Blog nicht. Da sagt es immer natuerichanna.blogspot nicht gefunden und der Blogname ist da so ohne das 'l' geschrieben. 😉

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