Schule: Staatlich – Privat? Stadt – Land?

27. Februar 2017 Allgemein 10

Uns erreichte eine Frage zum Thema Schule via Instagram:

„Thema Bildung: Wie steht ihr zum deutschen Bildungssystem? Allgemein und konkret auf eure Kinder bezogen? Denkt ihr über alternative Schulformen, die aber die Chancengleichheit für alle Kinder der Gesellschaft wahren, nach? Schulformen, bei denen die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund steht und nicht die Leistungsbewertung durch Noten? Ich selbst hab keine Kinder, setzte mich mit dem Thema aber stark auseinander, weil es auch etwas mit der Frage nach der zukünftigen Gesellschaft zu tun hat. Daher denke ich, dass jeder, ob er Kinder hat oder nicht, eine Haltung zu dem Thema haben könnte und wollte euch mal danach fragen :-)“

Super interessante Frage, mit der wir uns tatsächlich manchmal schon beschäftigen, obwohl wir noch etwas Zeit haben. Emil ist gerade erst vier geworden. Aber ich denke, wenn man eine bestimmte Wunschschule hat, kann man nicht früh genug drüber nachdenken.

Aber mal der Reihe nach. Es ist ja noch nicht allzu lang her, dass ich selbst zur Schule gegangen bin. Dadurch fällt es mir leichter, mich daran zu erinnern. Außerdem sind einige Mitglieder meiner Familie Lehrer, so dass man durchaus auch einen Blick hinter die Kulissen erhaschen konnte.

Grundsätzlich finde ich, dass unser Bildungssystem nicht das schlechteste ist. Muss ja so sein. Deutschland könnte nicht den Platz in der Welt haben, den es hat, wenn das Bildungssystem so schlecht wäre, wie es manchmal gemacht wird. Ich denke also, dass es ganz gut ist. Aber es gibt natürlich ganz viel Luft nach oben.  Das Schulsystem in seiner jetzigen Form stammt aus einer lange vergangenen Zeit. Es wurde im damaligen Preußen eingeführt und strukturiert, um möglichst viele gute Staatsangehörige ausbilden zu können. Schulen wurden wie Kasernen aufgebaut. Lange Flure mit klaren Strukturen, quadratischen Räumen, wo junge Menschen in Reih und Glied sitzen und fleißig das lernen, was ihnen ihre Autoritätsperson – der Lehrer- vorgibt. Die Schüler sollten nicht dazu erzogen werden, selbst zu denken. Sie sollten dazu erzogen werden, treuer Staatsdiener zu sein.
In der damaligen Zeit war es gewünscht, dass die Schulabsolventen gute Soldaten oder etwa Beamte wurden, die ihren Dienst brav nach Vorschrift verrichteten. Eben die Menschen, die man zu dieser Zeit am dringendsten brauchte.

Das Problem ist nur, dass wir heute andere Anforderungen haben. Die Berufswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen grundlegend verändert und wird sich durch die Digitalisierung und Automatisierung noch viel gravierender verändern. Viele Arbeiten, die damals besonders Disziplin und Ordnung verlangten von den Menschen, die sie verrichteten, werden bereits jetzt oder in Zukunft von Computern oder Maschinen verrichtet.
Es ist bekannt, dass besonders Jobs im Bereich der hochanspruchsvollen Dienstleistungen entstehen werden. Das umfasst Projektmanagement, Changemanagement uvm.

Um Fachkräfte für genau das, also die Zukunft, „produzieren“ zu können, braucht es kreative Köpfe, die wirklich gebildet sind. Ich habe mal gelesen: „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergisst, was man je gelernt hat.“

Es ist ein Trugschluss, dass wir gute Bildung erreichen, wenn die Lehrpläne immer voller und die Schultage immer länger werden. Gleichzeitig verkürzt sich die Schuldauer insgesamt. Bei mir waren es insgesamt 12 Jahre, bei meinem älteren Bruder noch 13 Jahre. Der gleiche Stoff in einem Jahr weniger Zeit.  Und das, obwohl wir in unserem Leben langfristig gesehen eigentlich ja viel mehr Zeit haben, weil wir immer älter werden und immer länger arbeiten…
Wozu eigentlich dieser Stress?

Ich denke, dass es ein riesiges Problem ist, dass unser  System oft nicht auf Schüler mit unterschiedlichen Begabungen, Stärken und Schwächen eingehen kann. Dass es den Lehrern gar nicht möglich ist, egal wie sehr sie es eigentlich wollen und somit Frustration auf allen Seiten entsteht. An allen Ecken und Enden werden Freiheit und Demokratie gepredigt und an den Schulen herrscht oftmals genau das Gegenteil. Man muss das lernen, was man nicht mag, nicht kann und sehr wahrscheinlich nie wieder brauchen wird.

Eine Möglichkeit: Alternative Schulform

Das klassische Schulsystem hängt in einer vergangenen Zeit fest und kommt zu langsam hinterher.  Genau aus diesem Grund denke ich sehr intensiv über alternative Schulformen nach.  Ich persönlich spiele mit dem Gedanken an eine Schule in freier Trägerschaft ohne Bewertung durch Schulnoten und mit Ganztagsangeboten und einem vergleichsweise offenen Konzept. In der 4. Klasse gibt es dort dann auch Noten, um den ordentlichen Übergang an eine weiterführende Schule gewährleisten zu können. Die Kinder haben besonders viel Entscheidungsfreiheit und sollen zu verantwortungsvollen und vor allem eigenverantwortlich handelnden Menschen erzogen werden. Die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder wird besonders gefördert.  Den Kindern werden Freiheiten gelassen, die sie meiner Meinung nach ganz dringend brauchen. Leistungsdruck durch Noten entsteht dann schon früh genug. Die Betreuung ist von 6-17 Uhr möglich und das komplette Schulgeld ist etwa 30 Euro mehr pro Monat, als würde man den staatlichen Schulhort in Anspruch nehmen.

Oder klassische Schule?!

Auf der anderen Seite wäre auch ein Schulbesuch auf dem Dorf denkbar. Wohlbehütet, mit einigen seiner aktuellen Kindergartenfreunde. Die Ausstattung ist relativ gut und der Ruf auch.
Ein weiteres Pro-Argument hab ich von Richard David Precht übernommen (wie übrigens ganz viel anderes zu Beginn des Textes…). Nämlich, dass es unser Beitrag zu einer solidarischen Gemeinschaft sein sollte, dass alle Kinder auf eine Schule gehen, egal wo sie herkommen und was die Eltern machen oder verdienen. Denn wenn jeder, der es sich leisten kann, seine Kinder auf Privatschulen schickt, dann trägt das zur Spaltung der Gesellschaft bei. Und da ist schon irgendwie was dran. Prinzipiell bin ich immer ein Befürworter von Chancengleichheit, insbesondere bei Kindern, da besonders sie nichts dafür können, aus welchen Verhältnissen sie kommen. Und das sollte man schon unterstützen. Doch spätestens beim Wechsel  auf die Regelschule oder das Gymnasium geht die Diskussion schon wieder los. Ich bin mir da echt unschlüssig, wisst ihr, was ich meine?

 

Also was das große Ganze angeht, so bin ich mir sehr sicher, dass wir dringend Veränderungen brauchen. Dass das System so angepasst werden muss, dass wir die Fachkräfte gewinnen können, die wir brauchen. Dafür würde ich für eine Auflösung der Fächerstrukturen plädieren. Zur Zeit ist es so, dass man 45 min Mathe lernt, dann wieder komplett umdenken muss auf Geografie. Dann auf Geschichte und dann auf Physik. Einerseits kommt man so kaum wirklich rein und andererseits denke ich, dass viele Themen, wichtige Themen unserer Zeit nicht so aufgesplittet werden können.
Nehmen wir den Klimawandel: Da geht es um tiefe Zusammenhänge, es spielen mehrere Fächer eine Rolle. Biologie, Chemie, Phyisk, Geographie, Sozialkunde, Geschichte. Und warum muss alles so hektisch sein? Wieso müssen alle Schüler, egal wie begabt, wie schlau, wie interessiert sie an einem Thema sind in derselben kurzen Zeit ein bestimmtes Thema bis zu einem bestimmten Niveau bearbeiten? Wieso nicht jeder in seiner eigenen Geschwindigkeit so wie in der Fahrschule? Wenn einer bereit ist, macht er die Prüfung.  Fällt man durch, macht man es eben nochmal. Am Ende zählt die Arbeit an einem Projekt und die Erreichung des Projektziels. Man arbeitet also beispielsweise mit anderen zusammen am Projekt „Klimawandel“ und untersucht es so auf alle erdenklichen Art und Weisen mit Modellen, Exkursionen, Vorträgen usw. Es würde auch nicht nur von einem Lehrer unterrichtet, sondern von Fachleuten ergänzt. Der Lehrer ist ganzheitlicher  Prozessbegleiter und nicht nur Wissensvermittler.
Ich weiß, das klingt alles echt wie Zukunftsmusik, aber ich finde, dass das auch extrem spannend klingt. Und ich denke, dass Schule so echt attraktiver wird und echte Bildung machen kann.
Rede ich Quatsch? Wie seht ihr das ganze? Und vor allem: Was macht ihr mit euren Kindern und was hat es gebracht?
Besuchen eure Kinder alternative Schulen? Lasst mal hören!

 

 

 


10 Gedanken zu “Schule: Staatlich – Privat? Stadt – Land?s”

  • 1
    Fabian am 28. Februar 2017 Antworten

    Hallo Franz,

    zuerst einmal: super Beitrag! Man konnte deinen Gedanken sehr gut folgen 😀
    Wir haben selber auch zwei Kinder und meine Schulzeit liegt auch gerademal 4 Jahre zurück. Ich finde das Thema wirklich sehr schwierig. Wir haben, auch mit Lehrern und Schulleitern aus unserer Familie und dem Bekanntenkreis viel darüber diskutiert.

    Wir sind der Meinung, dass insbesondere in den Grundschulen viel getan werden muss. Die Kinder kommen aus Kindergärten in denen sie meist freie Entscheidung darüber haben, was sie machen wollen. In denen meist 3 Personen für ihre Betreuung da sind. In denen spielen und lernen in ständigem Wechsel stehen. Und plötzlich sollen sie 45 Minuten lang still sitzen und zuhören? Wo bleibt da der Übergang?

    Allerdings finde ich auch, dass man auch mit dem momentanen Schulsystem viel erreichen kann. Die Verantwortung dafür liegt allerdings zu 100% bei den Lehrern und ihrer Motivation viel Zeit in die Vorbereitung des Unterrichts zu stecken. Ich selber hatte Lehrer, die seit den 20 Jahren ihrer beruflichen Laufbahn jedes Jahr das gleiche Unterrichtsangebot, in unveränderter Form, angeboten habe. Das das in sämtlichen Schulfächern nicht förderlich ist brauche ich nicht erwähnen. Dann gab es aber auch diejenigen, die sich stark mit den momentanen Entwicklungen und Neuerungen in der Welt der Kunst und Technik auseinandergesetzt haben, und somit alle Kinder der Klasse gut abholen konnten. So wurden selbst Schüler die bisher wenig Interesse an einem Fach hatten, aufgrund des Bezugs auf die Realität motiviert sich einzubringen. Doch leider waren diese Lehrkräfte, insbesondere bei meiner Frau, eher die Seltenheit.

    Ich kann mich dir ansonsten nur anschließen. Meine Frau ist totaler Fan des home schoolings (nicht das, bei dem man selber die Lehrkraft darstellt, sondern eher wie eine Art Fernkurs, in dem die Kinder im eigenen Tempo lernen können). Aber mir fehlt da einfach das soziale. 90% meines früheren Freundeskreis kamen aus der Schule. Das fehlt mir einfach. Mal abgesehen davon, dass home schooling in Deutschland auch nicht so einfach umzusetzen ist wie in bspw. Kanada.

    Im Endeffekt kann man glaube ich nur versuchen seine Kinder möglichst viel zu unterstützen, und ihnen insbesondere die Bezüge des gelernten auf die eigene Welt zu zeigen um ihnen somit die Sinnhaftigkeit und Zweck der Schulbildung klar zu machen. Und bloß nicht vor den Kindern zu sehr über das ach-so-schreckliche Schulsystem in Deutschland herzuziehen ;-D

    • 2
      Pappa_Franz am 28. Februar 2017 Antworten

      Das mit dem Homeschooling meinte ich auch nicht so. Ich stimme dir absolut zu. Schule muss einen sozialen Charakter haben und demnach bin ich absoluter Gegner von dem eigenbrödlerischen Heimlernen. Aber auch in der Gruppe, in der Schule kann man ja in unterschiedlichen Geschwindigkeiten lernen. Menschen sind unterschiedlich begabt und lernen demnach auch unterschiedlich schnell. Darauf wollte ich hinaus. Homeschooling hatte ich da gar nicht im Kopf 😉

  • 3
    Katrin am 28. Februar 2017 Antworten

    Ich bin selbst noch in der Schule. 8. Klasse Realschule. Deinem Satz, dass man vieles Gelerntes wahrscheinlich nie wieder brauchen wird, kann ich nur zustimmen. Wir lernen in Mathe Extremwertbestimmung durch quadratische Ergänzung und geometrische Ortslinien. Ich kenne zwar bei Weitem nicht alle ausübbaren Berufe, kann mir aber nicht vorstellen, dass ich in meinem Berufsleben irgendwann mal ein Winkelhalbierende konstruieren muss. Oder letztes Jahr die Vektoren, brauchen wir wahrscheinlich ebenfalls nie wieder. Und wenn wir dann unsere Mathelehrerin fragen, für was wir das brauchen, ist die Antwort, um die Abschlussprüfung zu bestehen.
    Oder in Deutsch, erzählen zu einem Bild. Ich glaube ja echt nicht, dass ich später mal zu Bildern Geschichten schreibe. 😃
    Oder Religion, wir müssen zur Zeit Meditationen schreiben.
    Ich glaube, das waren genug Beispiele. Aber abschließend noch mal, ich hanmanchmal echt keine Ahnung, für was man mache Dinge später mal brauchen soll. 😀

  • 4
    Ida am 28. Februar 2017 Antworten

    Ich war selbst meine ganze Schulzeit auf der Waldorfschule, was von den Aspekten, die du beschreibst, ein bisschen zwischendrin anzusiedeln ist und natürlich seine individuellen Schwerpunkte in der Kunst setzt.
    Mitte der 12.Klasse habe icb das abgebrochen und bereite mich in einem Projekt aufs Abi vor, was einer freien demokratischen Schule und auch der Alternativschule, die du beschreibst, recht ähnlich ist, noch ein bisschen anders, weil wir alle (mindestens fast) erwachsen sind und uns komplett selbst organisieren und verwalten und unsere Lehrer nur anstellen….(-> methodos-ev.org)
    Ich finde, eure Alternativschule klingt richrig gut, schade, dass sie nur die Grundschule abdeckt….

  • 5
    Simone am 28. Februar 2017 Antworten

    Also das heute in der Grundschule auf einmal 45 Minuten still gesessen werden muss, ist totaler Quatsch!!! Im Gegenteil, ich finde es wird viel zu wenig konzentration verlangt. Die Kinder können sich in der kuschelecke ausruhen, es werden zwischen drin Pausen gemacht und mit still sitzen ist es eh nicht weit her. Durch die Gruppentische wird ständig aufgestanden. Viele Kinder merken gar nicht, dass es jetzt wirklich ernst ist. Und dieses Gerede, was man später noch braucht…. soll man nur lesen und schreiben lernen? Es schult doch den Verstand, sich mit verschiedensten Dingen auseinander zusetzen. Was ist schade finde ist, das es so viele Lehrer gibt, die keine Begabung zum Lehren haben und das sie keine Kontrolle haben.

    • 6
      Pappa_Franz am 28. Februar 2017 Antworten

      Wenn das deine Erfahrungen sind, dann ist das gut und richtig und dann will ich auch nicht drüber meckern. Meine Erfahrungen sind nur andere, wobei ich dabei auch sehr stark davon ausgehe, dass es da von Region zu Region und Schule zu Schule starke Schwankungen gibt. Und wie du schon sagst. Letztendlich hängt vieles von den handelnden Personen ab.
      Was die Kontrolle angeht, würde ich gern etwas differenzieren. Ich finde es beispielsweise angenehm und beruhigend, dass in Emils jetzigem Kindergarten alle wissen, wer die Hosen an hat. Dort gibt es einen klar strukturierten Tagesablauf, feste Rituale und Hierarchien. Und ich finde es gut. So haben die Kinder etwas, woran sie sich festhalten können. Mein Text sollte auch nicht so rüberkommen, als möchte ich die Schule einreißen und die Lehrer rausschmeißen. Disziplin und Ordnung gehören ja auch dazu und sind Kernkompetenzen für viele Berufe, die wir auch in Zukunnft haben werden. Denken wir nur an Pflegepersonal oder Polizisten. Mir geht es auch nicht darum, komplett den Druck wegzunehmen. Ich würde das ganze nur auf andere Füße stellen. Die Methoden so verändern, dass Schüler UND Lehrer Spaß am Lernen haben. Ein Lehrer freut sich doch auch, seinen Schülern praxisrelevante Sachen zu vermitteln. Und natürlich sollen die Kinder viel lernen. Aber sind wir ehrlich: Kenntnisse über Analytische Geometrie und lineare Gleichungssysteme, Oxymorons oder Quintenzirkel sind eher nicht so oft gefragt. Oder weißt du auf Anhieb, zu welcher Wortart das Wort „manche“ gehört? (Stoff 5. Klasse)
      Topographie, Lebenskunde, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Prozentrechnung, Sachtextanalyse, Kommunikation, Präsentation, Moderation, Sprache. Das wäre was, was ich mir wünschen würde und was Kinder auf unsere Welt solide vorbereiten würde. Und auch da drumherum kann man komplexe Aufgaben entwickeln. Aber sie haben einen Bezug zur Realität, es ist greifbar und somit lernen Kinder und lehren Lehrer lieber.

  • 7
    Mila am 28. Februar 2017 Antworten

    Schule bleibt immer ein Hochdiskutiertes Thema, egal ob man selber Kinder hat oder nicht. Ich war 1 Semester in Finnland und habe Unterrichtsluft in etlichen Schulen geschnuppert. Ich denke wichtig ist Chancengleichheit und dass jedes Kind im eigenen Tempo lernen sollte.
    Das was du am Schluss angesprochen hast ( keine Fächer, sondern übergreifend) wird in diesem Artikel beschrieben, Finnland stellt um. http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/finnland-schulfaecher-sollen-abgeschafft-werden-a-1121123.html
    Jedes Schulsystem hat aber seine guten und schlechten Seiten, da kann man nicht Pisa Studien aufstellen und sagen: Ach, dieses Land hat es mal wieder nicht hinbekommen…

  • 8
    Monchhichi am 1. März 2017 Antworten

    Hallo Franz,
    unser Sohn ist am 10. Dezember fünf geworden. Wir wurden von der Grundschule angeschrieben das er Schulbereichtigt sei. Waren erst etwas über fordert.
    Die Erzieher in der KiTa meinen unser Sohn sei schon soweit. Und haben Angst das unser Sohn sich Langweilen konnte weil er unterfordert sei in der KiTa.
    Wir haben uns jedoch entschieden und finden das kein Kind mit fünf in die Schule soll.
    Jedoch fragen wir uns ob es richtig ist und was wäre wenn
    Es ist echt schwer und die Erzieher wirken seither komisch. So nach dem Motto wenn er nicht zur Schule geht dreht er bestimmt mehr auf…….

  • 9
    Lena am 1. März 2017 Antworten

    Meine Kinder (2×6, 8 und 9 Jahre alt). Gehen alle auf eine Montessori Schule. Da isr die 1- 3 Klasse, die 4-6 Klasse und die 7 und 8 Klasse zusammen in einem Klassenzimmer. Jeder kann in der sogenannten Freiarbeit (FA) lernen was er gerade lernen möchte. Ab der siebten Klasse gibt es dann Fächer aber auch immer mindestens doppeltenstunden. Meine Söhne sind damit super zufrieden. Es gibt auch keine Hausaufgaben
    LG Ellen mit Bauchzwerg, Felix 5 Monate, Yanek 4, Johann und Henry 6, Lionel 8 und Philipp 9 Jahre alt.

  • 10
    Bylle am 2. März 2017 Antworten

    Lieber Franz,

    Ich habe schon alle Einträge gelesen und dachte, heute schreib ich mal! Denn wir beschäftigen uns auch mit dem Thema, obwohl es noch weiter hin ist…
    Ich finde diesen Artikel ziemlich gut, dafür, dass du so ein komplexes Thema kurz anschneidest! Die erste Hälfte war sehr informativ mit den Hintergrundinformationen – ich studiere auf Grundschullehramt – und deine Gedanken über das Wie in Zukunft, da denken mein Mann und ich inzwischen auch so – als Eltern einer einjährigen Tochter.
    Du hast Recht: Man will seinen Kindern die Freiheiten und das Beste bieten, andererseits denkt man, dass nicht jedes Kind die Chancen auf eine gute Bildung hat und dass die Sprösslinge nicht nur in einem ein „Eliteumfeld“ aufwachsen müssen.
    Irgendwann müsst ihr eine Entscheidung treffen und wisst aber nicht, ob sie am Ende die beste war, aber man bemüht sich in der Hinsicht. Und man sollte dann auch im Hinterkopf behalten: „So ist es nun mal im Leben!“ 🙂

    LG,
    Sibylle

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